Auch dieses Jahr war die Umweltlernschule Plus im Abfallwirtschaftszentrum Niederzissen gut gefüllt anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins Solidarische Landwirtschaft Rhein-Ahr e.V.
Im Jahresrückblick zeigte Gudrun Bonk vom Vorstand die diversen Gelegenheiten, bei denen das Prinzip des solidarischen Wirtschaftens der Öffentlichkeit nahe gebracht worden war: Mit Ständen auf Märkten und Basaren, mit Aktionen auf dem Wilhelmshof, der die Eier für die Konsument:innen liefert, mit Führungen über den Betrieb von Andreas Nuppeney, der das "Wehrer Kesselgemüse" beisteuert. Dieser kündigte an, dass er als neues Gemüse dieses Jahr auch Pak-Choi anbauen wird. Gemeinsam mit der SoLaWi Rhein-Ahr ist die Anschaffung einer Kistenwaschanlage geplant. Die Organisation der Depots wurde ebenfalls diskutiert: Da Remagen "aus allen Nähten platzt", wird erneut ein Abholort für Gemüse und Eier in Kripp eingerichtet. Die Standorte in Sinzig, Ahrweiler, Schalkenbach, Thür und natürlich in Wehr bleiben, ebenso die "rollenden Depots" (Abholgruppen) in Bad Breisig und Niederzissen.
Mit einem Bestand von 86 Mitgliedern bleibt der Verein in etwa auf dem gleichen Niveau wie bei seiner Gründung im Jahr 2017, bei wenigen Austritten und Neuzugängen. Alle Vorstandsmitglieder, die sich erneut zur Wahl stellten, wurden für weitere 3 Jahre in ihrem Amt bestätigt, ebenso die beiden Kassenprüferinnen. Neu hinzu kommt im Vorstand Angelika Montwe, die den Verein bereits seit einem Jahr u.a. durch Kommunikation mit neuen Interessierten unterstützt.
Gesucht wird jemand, der sich zutraut, Aluminium zu schweißen: Das Material für einen zweiten "Rübli-Rolli", das anatomische Gerät zur Erleichterung des Jätens auf dem Acker, liegt komplett in Wehr bereit. Zudem ist ein Blüh- und Gehölzstreifen in Planung.
Neben diversen Infoständen und Stammtischen auf dem Wilhelmshof sind übers Jahr auch wieder "Ackerhelfertage" in Wehr sowie ein Sommerfest geplant.