SoLaWi Blog

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Mitgliederversammlung 2020: Business as usual, Herzlichkeit und ein Blick in eine Zukunft voller Pläne

Knapp die Hälfte der insgesamt 77 Mitglieder war zur Versammlung des SoLaWi Rhein-Ahr e.V. am 25.01.2020 ins Haus St. Peter in Sinzig gekommen, diskutierte rege mit und brachte Ideen ein.

Jobbörse für Ehrenamtliche / Freiwillige

Die solidarische Landwirtschaft lebt vom Mitmachen!
Wenn ihr euch in der SoLaWi Rhein-Ahr engagieren wollt, gibt es verschiedenste kleinere und größere Aufgaben.
Sucht euch etwas aus, je nachdem, was ihr gut könnt, was eurer Neigung entspricht und wie viel Zeit ihr zur Verfügung habt:

Nette Leute, gute Fragen: Großes Interesse bei der Info-Veranstaltung der SoLaWi Rhein-Ahr am 11.1.2020 im Haus St. Peter

Nette Leute, gute Fragen: Großes Interesse bei der Info-Veranstaltung der SoLaWi Rhein-Ahr am 11.1.2020 im Haus St. Peter

 (von Nathalie Klasen; Foto: Lydia Justen)

Die meisten der 37 Personen, die am vergangenen Samstag den Weg ins Haus St. Peter in Sinzig gefunden hatten, um sich über solidarische Landwirtschaft in der Region zu informieren, hatten über die Presse oder über „Mund-zu-Mund-Propaganda“ von der Veranstaltung erfahren. Auch die Internetseite www.solawi-rhein-ahr.de hatte einige aufmerksam gemacht und insbesondere denen den Weg erleichtert, die gezielt nach einer solidarischen Landwirtschaft in ihrer Nähe gesucht hatten.

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Erntedank 2019 an der Grillhütte in Wehr

Erntedank und Sommerfest

Am 01. September 2019 fand das diesjährige Sommerfest/Erntedankfest der SoLaWi Rhein-Ahr in der Grillhütte in Wehr statt. Etwa 50 Personen und auffallend viele Kinder waren nach Wehr gekommen, um einen schönen Nachmittag zu verbringen.

Für die Feste bei unserer SoLaWi bringt in der Regel jeder was mit, sodass sich ein buntes Buffet aus verschiedenen Salten, Dips und Backwaren aufbaut. Das ist schonmal ein kulinarisches Highlight. Wenn dann auch noch der Grill läuft und eine Vielfalt von Maiskolben über Gemüsetaschen bis Nackensteaks gebrutzelt werden, bleiben keine Wünsche offen. Begleitet wurde das Ganze von einer Weinprobe, die von Natalie Richter vom Bio-Weingut Richter aus Ahrweiler angeboten wurde. Dabei wurde auch gleich herumgesponnen, ob es nicht auch solidarisch produzierten Wein geben könnte?

Die Kinder konnten Meisenknödel selbst herstellen oder auch selbst mitgebrachte Tassen mit Vogelfutter füllen. Alwine Beu hatte von ihrer Blühfläche Sonnenblumen geerntet, um die Kerne für die Knödel zu nutzen. Aber auch im Ganzen bieten die Fruchtstände der Sonnenblumen eine tolle Knabberei für die Wintervögel, wenn man sie beispielsweise am Zaun befestigt. Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Nathalie Klasen machten sich die Kinder auf zum Köhlerbrunnen. Eine besondere Erfahrung war, das dort quellende eisenhaltige Wasser zu probieren. Richtig ausgelassen spielten die Kinder unterschiedlichen Alters beim Boule auf dem Schotterweg unter Anleitung von unserer Grillmeisterin GB aus Glees.

Das Sommerfest war allemal eine gute Gelegenheit, um über unsere SoLaWi in den Austausch zu treten, aber auch über nachhaltige Landwirtschaft im Kreis Ahrweiler zu sprechen.

(Beitrag von Simon Keelan & Nathalie Klasen; Fotos: Will Pfennig)

 

Solidarisch ins Jahr 2020

Gemüse, Eier und Brot regional, nachhaltig und gesund – noch wenige Anteile frei

Am vergangenen Donnerstagabend trafen sich der Vorstand (Denis Nötel und Nathalie Klasen, beide Remagen, Joachim Beu, Wehr) und einige Mitglieder des Vereins „Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Rhein-Ahr“ mit den kooperierenden Erzeugern Andreas Nuppeney (Gemüse, Wehr), Lea und Niklas Orth (Eier, Wilhelmshof Sinzig) sowie Christine und Hans Kupka (Käse, Rech-Hof Schalkenbach) zu einem Planungstreffen für 2020 im Gutshof Mönchsheide in Bad Breisig.

Besuch bei den solidarischen Hühnern

Besuch bei den solidarischen Hühnern

Woran erkennt man an einem Huhn eigentlich, welche Farbe die Eier haben, die es legt? Wo sitzt die Fettdrüse? Wann wird ein Ei befruchtet, wie lange ist so ein Ei im Huhn unterwegs und wie lange brütet ein Huhn, bis die Küken schlüpfen? Diese und andere Fragen wurden bei einer Besichtigung des Wilhelmshofs in Sinzig-Bad Bodendorf am vergangenen Sonntag im Rahmen eines kurzweiligen Quiz geklärt.

Gut 20 Personen waren der Einladung des Vereins Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Rhein-Ahr gefolgt: Vereinsmitglieder, Eierkonsumenten und weitere interessierte Personen. Familie Orth steuert seit der Gründung der SoLaWi Rhein-Ahr den so genannten „Eier-Anteil“ für die Konsumenten bei, der im Jahresdurchschnitt aus 6 bis 10 Eiern die Woche zu einem Festpreis besteht. Das Gemüse der SoLaWi kommt hingegen aus Wehr, dazu gibt es Ziegenkäse aus Schalkenbach. Die 40 Abnehmerverträge mit den „SoLaWistas“ waren in der Aufbauphase des Wilhelmhofes ein wichtiges Standbein für das junge Erzeugerehepaar, das auch eines der zurzeit 12 Depots der SoLaWi im Kreisgebiet stellt.

Die Anwesenden konnten sich davon überzeugen, dass es den solidarischen Hühnern – ebenso wie denen, die Eier für den Verkauf im Hofladen „produzieren“ – prächtig geht: Reichlich Freilauf, zwischen den bunten Hennen  der ein oder andere (noch buntere) Hahn und die Küken unterwegs mit den Glucken, so dass sich ein gutes soziales Gefüge ergibt. Futter erhalten die zurzeit xxx Hennen und 17 Hähne weitestgehend aus der eigenen Erzeugung. Die Nächte verbringen die Tiere in einem der beiden hoch modernen „Hühnermobile“. Diese erlauben jederzeit einen Standortwechsel, sodass vor dem Stall immer frisches Grün für die Tiere vorhanden ist. Durch das frische Gras wird die Eierqualität positiv beeinflusst.

Witze über Hühner gibt es ja bekanntlich auch viele, und einige davon wurden zur allgemeinen Erheiterung erzählt. Aber selbst die kleinsten Teilnehmer schüttelten den Kopf, als in einem Witz behauptet wurde, der Hahn würde, wenn er ein Huhn besteigt, „die Eier stempeln.“

Zum Ausklang gab bei einem kühlen Getränk und frisch gebackenen Spiegeleiern noch die Möglichkeit, letzte Fragen mit den Erzeugern zu klären.

Weitere Infos: www.solawi-rhein-ahr.de/erzeuger, www.wilhelmshof-badbodendorf.de

Foto: Die Fütterung der Hühner mit Kürbissen wird vorbereitet.

Blick über den Talrand – ein Besuch bei der SoLaWi Stopperich im Westerwald

Blick über den Talrand – ein Besuch bei der SoLaWi Stopperich im Westerwald

 

Am Samstag 19.10. setzte eine Delegation der SoLaWi Rhein-Ahr mit der Kripper Fähre über den Rhein rüber, um einer lang gestellten Frage nachzugehen:  Wie machen das eigentlich die anderen?

Nach einer kurzen Fahrt durch herbstliche Wälder und Wiesen erreichten wir den Flecken Stopperich, der zu Hausen/Wied gehört, und wurden vom Landwirtsehepaar Jutta und Jürgen Kröll  vor deren Wohnhaus empfangen.

Dazu stieß noch Jürgen Höppner von der SoLaWi Stopperich. Aus Koblenz waren ebenfalls einige Interessierte gekommen, um sich ein Bild vom Konzept "SoLaWi" zu machen.

Vor den letzten Tomaten im Folientunnel wurden dann nach einer Vorstellungsrunde Fragen geklärt und Vergleiche gezogen. So wird das Gemüse bei der SoLaWi Stopperich weitgehend von angestellten Gärtnern angebaut und die Fläche dafür ist an den Verein verpachtet. Auch deshalb muss man bei der SoLaWi Stopperich Vereinsmitglied werden, bevor man einen Ernteanteil erwerben kann, was bei der SoLaWi Rhein-Ahr nicht verpflichtend ist.  

Da der Hof Kröll ursprünglich ein reiner Milchviehbetrieb war, gehören Milch und Rindfleisch zum festen (aber natürlich freiwilligen) Repertoire bei den Ernteanteilen. Andere Erzeuger sind nicht in die SoLaWi Stopperich eingebunden.

Die Konsumenten helfen sowohl in Stopperich als auch in Wehr auf dem Acker, doch hier wie dort sieht man oft dieselben Personen und es könnte mehr Hilfe gebraucht werden.

Nach einem kurzen Spaziergang, vorbei an Apfelbäumen und hofeigenen Bienenvölkern, durch ein Waldstück mit Pilzen, erreichte die Gruppe den Acker, auf dem u. A. Grünkohl, Lauch, Zwiebeln und Kürbisse auf die Ernte warteten. Zuletzt besichtigte man die geräumige Verteilstelle, in der die selbst organisierten Depots jede Woche – allerdings an verschiedenen Wochentagen – ihre Kisten abholen.

Alle waren sich einig, dass die solidarische Landwirtschaft ideal ist, um viele Probleme unserer Zeit gleichzeitig zu lösen:  den bäuerlichen Familienbetrieb erhalten, gesunde und schmackhafte Lebensmittel für alle in einer intakten Umwelt produzieren, Transporte und Plastikverpackungen vermeiden und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.