SoLaWi Rhein-Ahr stellt sich neu auf - Mit neuem Vorstand, mehr Mitgliedern und zwei Gemüsebetrieben ins neue Wirtschaftsjahr

Durch zwei Jahre Pandemie hindurch ist der Verein Solidarische Landwirtschaft Rhein-Ahr aktiv geblieben, konnte neue Mitglieder und Vorstandsmitglieder gewinnen und hat sein Betätigungsfeld sogar noch erweitert: Neben den altbewährten landwirtschaftlichen Kooperationen gibt es eine neue (s.u.). Und mit dem "Wunschgemüse" geht ein erfolgreiches eigenes Projekt zum Anbau alter Sorten mit neuen Mitstreiter*innen ins zweite Jahr.

 

Die Mitgliederversammlung im Februar 2022 wurde als Videokonferenz und die anschließenden Wahlen per Mail durchgeführt, wofür sich der amtierende Vorstand das "OK" der Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung im November 2021 hatte geben lassen. Sina Faßbender (Bad Breisig) und Sabine Peters (Remagen) stellten sich als Wahlausschuss zur Verfügung und richteten für die geheimen Wahlen eigens eine Mailadresse ein.

 

Während der Versammlung gab Dr. Nathalie Klasen (Remagen) zunächst einen Überblick über die Vereinsaktivitäten in den beiden zurückliegenden Jahren. Diese waren u.a. genutzt worden, um den Verein weiter zu professionalisieren, so dass er sowohl im Internet als auch für Präsenz-Auftritte besser ausgerüstet ist. Dank einer Zoom-Lizenz konnten diverse Online-Veranstaltungen durchgeführt werden, bei denen sich Erzeugerbetriebe vorstellen oder die Gemüse-Depots untereinander absprechen konnten. Hervorzuheben war der Zukunftsworkshop der SoLaWi Rhein-Ahr im November 2020. Nach einer Reihe inspirierender Vorträge aus den Reihen der Mitglieder wurden neue Techniken ausprobiert, um gemeinsam Ideen zu sammeln. Einiges davon wurde 2021 auch schon aufgegriffen und umgesetzt, wie die Kooperation mit einem zweiten Gemüsebetrieb und das Projekt zum Anbau alter, samenfester Gemüsesorten. Bei diesen Projekten gab es auch Gelegenheit zu persönlichen Treffen "an der frischen Luft", genau wie bei den Streuobst-Ernteaktionen jeweils im Oktober 2020 und 2021 in Sinzig-Franken sowie in der Gemarkung "Im Paradies" in Remagen.

Sämtliche Mailanfragen - ob wissenschaftlich, politisch oder einfach nur von Privatleuten - wurden beantwortet und einiges an Pressearbeit geleistet. Insgesamt 39 Interessent*innen für Gemüse- und/ oder Eier-Anteile haben sich beim Verein gemeldet und wurden an die Erzeugerbetriebe weitervermittelt. Mit dem "Grafschafter Hofgarten" (Birresdorf) konnte ein zweiter Gemüseerzeuger hinzugewonnen werden, der bereits 2021 in einem Pilotprojekt einige der Konsument*innen mit Gemüse und auch Obst versorgte, die beim "Wehrer Kesselgemüse" aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Diese Kooperation soll 2022 ausgebaut werden.

Joachim Beu (Wehr) berichtete ergänzend von den gemeinsamen Bestellungen bei den "Orangenfreunden", einem Bio-Betrieb in Spanien. Bereits zum zweiten Mal lief eine Verteil-Aktion über die SoLaWi Rhein-Ahr.

Kassenwart Denis Nötel (Remagen) legte dar, dass der Verein finanziell solide da steht, so dass fürs neue Jahr eine Grundlage für Präsenztreffen in angemieteten Räumlichkeiten und weitere Projekte besteht.Gleich zwei neue Vorstandsmitglieder wurden im Nachgang zur Mitgliederversammlung ins Amt gewählt: Nachdem Nathalie Klasen und Joachim Beu nur noch als aktive Mitglieder weiter wirken wollen und sich für keine weitere Amtszeit zur Verfügung stellten, nahmen Dr. Gudrun Bonk (Glees) und Bernhard Wichert (Sinzig) die Herausforderung an, gemeinsam mit den wiedergewählten Vorstandsmitgliedern Denis Nötel und Armin Rau (Wehr) den Verein weiter zu führen. Als Kassenprüfer*innen werden Regine Wetzlar und Sabine Stein (beide Sinzig) von Iris Soennichsen (Mendig) und Volker Siefke (Ahrweiler) abgelöst.

Der Termin für die nächste Mitgliederversammlung wurde auf Samstag, den 28. Januar 2023 datiert.

Die kooperierenden Erzeugerbetriebe berichteten im Anschluss von ihren Planungen für das Wirtschaftsjahr 2022 / 2023:

Andreas Nuppeney (Wehrer Kesselgemüse) führte die diesjährige Bieterrunde für Gemüseanteile gerade per Email durch und zeigte sich zuversichtlich, dass alle 120 verfügbaren Anteile vergeben werden können.

Für den Wilhelmshof (Sinzig) berichtete Lea Orth, dass es noch freie Kapazitäten für 15 bis 20 Eieranteile gibt. Es wurde vereinbart, dass alle Beteiligten hierfür über ihre Verteiler Werbung machen.

Der Grafschafter Hofgarten (Birresdorf), der zurzeit rein im Freiland anbaut, wird ab Ende Mai erntereifes Gemüse und Obst anbieten können. Bisher wollen gut 20 Haushalte bei dieser neuen Kooperation mit einsteigen.

Interessent*innen können sich wie immer unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

Grafschafter Hofgarten stellt sich vor

Das monatliche Zoom-Treffen ist bei der SoLaWi Rhein-Ahr in diesem Pandemie-Winter zur lieben Gewohnheit geworden. An einem Samstag im März trafen sich wieder einmal ein gutes Dutzend Leute virtuell. Diesmal stand auf dem Programm der "Grafschafter Hofgarten" aus Birresdorf.

 

Die Idee der solidarischen Landwirtschaft boomt und gute Qualität spricht sich herum. So waren diesmal bereits vor Beginn des neuen Wirtschaftsjahres alle Anteile des "Wehrer Kesselgemüses" vergeben - und das trotz der erschwerten Bedingungen mit einer virtuellen Bieterrunde!

Sowohl Andreas Nuppeney als auch der SoLaWi Rhein-Ahr e.V. führen Wartelisten von Haushalten, die leider nicht mit einem Gemüseanteil aus Wehr versorgt werden können. Somit war der Zeitpunkt erreicht, um Ausschau nach einem zweiten Gemüse-Erzeuger zu halten, der vielleicht bereit ist, im Rahmen der SoLaWi zu kooperieren.

Der Kontakt zum "Grafschafter Hofgarten", einem kleinen Familienbetrieb im Nebenerwerb, kam auf Initiative des SoLaWi-Mitglieds Nadja Geldmacher (Depot Remagen) zu stande, und bald stand die Einladung der Familie Schmitz, sich samstags einmal auf dem Acker in Birresdorf umzuschauen. Dort konnte man Anfang März letztes Wintergemüse sehen, prächtige Grünkohlpflanzen und Wirsingköpfe neben Feldsalat und Lauchstangen zwischen jungen Walnuss- und Mandelbäumen. Toni Schmitz und seine Frau verteilten letzte Lagerbirnen, während die Söhne, Mario und Gero, Himbeersträucher pflanzten.

 

Rasch einigte man sich auf einen Termin für das virtuelle Treffen, in dem die Brüder Schmitz das Produktportfolio vorstellten, mit dem sie Konsumenten im nördlichen Teil des Kreises Ahrweiler gerne ab sofort oder auch ab nächstem Jahr versorgen können:

 

Gemüse: Kräuter, diverse Salate inkl. Feldsalat u. Endivien, Brokkoli, Spitzkohl, Tomaten, Paprika, Gurken, Kohlrabi, Ess- und Zierkürbisse, Zucchini, Möhren, Erbsen, Bohnen, Lauchzwiebeln, Zwiebeln, Radieschen, Dicke Bohnen, gelbe und grüne Buschbohnen, Rote Beete, Spinat, Lauch, Kartoffeln (auch Frühkartoffeln), Rosenkohl, Wirsing, Rotkohl, Grünkohl, Weißkohl.

 

Obst: Erdbeeren, diverse Sorten Pfirsiche, Süß- und Sauerkirschen, Nektarinen, Pflaumen, Johannisbeeren, Jostabeeren, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Wassermelonen & Honigmelonen (erstmals dieses Jahr!), Stachelbeeren und Aronia-Beeren ab 2022

 

Außerdem wird es von Mai bis Oktober Schnittblumen zum selbst schneiden und im Dezember auch Weihnachtsbäume aus eigenem Anbau geben.

 

Sie stellten auch ihre Anbauweise vor:

 

Im Grafschafter Hofgarten wird nicht gedüngt oder gespritzt. Die Lage auf der Höhe und der viele Wind sorgen dafür, dass die angebauten Pflanzen, Bäume und Sträucher wenig mit Schädlingen zu kämpfen haben und Feuchtigkeit gut abtrocknet.

 

Auch Tomaten, Gurken, Paprika und Buschbohnen wachsen im Freiland, ohne Folientunnel.

 

Das Saat- und Pflanzgut stammt von der Fa. Wunderlich aus Willich und von Klein Gemüsepflanzen Bonn.

 

Die Bewirtschaftung der Gemüsepflanzen findet dieses Jahr auf einer Fläche von einem halben Hektar statt, welches ab nächsten Jahr auf bis zu 2 Hektar erweitert werden kann.

Diese ist für den Familienbetrieb natürlich arbeitsintensiv, so dass gelegentliche Hilfe - und sei es nur in Form des "Selber erntens" und Kisten packens - willkommen ist.

 

Unter den Teilnehmer*innen fanden sich gleich 4 "Versuchskaninchen" von der Warteliste, die es gleich dieses Jahr mal mit einem Gemüse-Anteil aus Birresdorf versuchen wollen; einige weitere Haushalte hatten sich per Mail bei der SoLaWi gemeldet.

Man besprach ein vorläufiges Konzept für die weitere Zusammenarbeit:

 

- Für einen festen Betrag pro Woche, z. B. 10 Euro oder 20 Euro, kann man sich beim Grafschafter Hofgarten eine Gemüsekiste mit den jeweils erntereifen Produkten zusammenstellen lassen. Natürlich kann und soll auch gerne selbst geerntet werden. Abholung in jedem Fall vor Ort nach Absprache, idealerweise Mittwochnachmittag oder Samstag. Die bestehenden SoLaWi-Depots sollen hierbei erst einmal außen vor gelassen werden, bis man sich 2022 "neu sortiert" hat.

 

- Das gleiche gilt für eine "Früchte-Kiste", was viele der SoLaWistas interessant finden, die aus Wehr bereits reichlich mit Gemüse versorgt werden. Die Früchte können aber auch einzeln je nach Bedarf und Vorliebe erworben werden. Hier gab es auch Überlegungen, dass man sich im Depot zusammentut, damit einer für mehrere Mitglieder etwas besorgt bei einer Fahrt in die Grafschaft.

 

- Diese Bestellungen oder auch Abonnements werden direkt mit dem Grafschafter Hofgarten abgemacht. Durch eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kann man sich auch unverbindlich auf einen Mailverteiler setzen lassen, um zu erfahren, was jeweils reif ist und in den Verkauf kommt.

 

- Die SoLaWi Rhein-Ahr will sich dann gegebenenfalls bei Einzelaktionen hinzuschalten, z. B. wenn es im Laufe des Jahres 2021 von einer Obstsorte besonders viel zu ernten gibt, nach dem Vorbild der gelungenen Streuobstwiesen-Aktionen in den letzten Jahren.

 

- Für 2022 gäbe es die Möglichkeit, dass ein oder zwei Acker-Reihen komplett für die SoLaWi reserviert und bepflanzt / eingesät werden. Hierfür müssten sich genügend Konsumenten finden, die sich die Ernte dort teilen und auch mal bei der Beikrautregulierung mit anpacken. Dafür kann man unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bereits jetzt Interesse bekunden.

 

- Einen solchen "SoLaWi-Pacht-Acker" würde der Verein dann natürlich bei Gelegenheit auch gerne für weitere Aktionen nutzen, zum Beispiel zur Umweltbildung oder zur Kräuter-/Beikrautwanderung, wie sie auch in Wehr schon einmal statt fand.

Hildegards Zwiebelkuchen

von Clarissa

4-6 Portionen, vegetarisch


Zutaten:

Belag:

8-10 Zwiebeln

200 g Schmand oder saure Sahne

3 Eier

1 TL Kümmel ganz

1/2 TL Salz

Olivenöl

Teig:

500 g Dinkelvollkornmehl

1 Pkch Trockenhefe

1 TL Salz

250 mL warmes Wasser

Olivenöl (um den Teig geschmeidig zu halten)

 

Zubereitungszeit: ca 50- 60 Minuten

 

Backofen auf Umluft 180 Grad vorheizen.

Zwiebeln schälen und würfeln.

In großer Pfanne in Olivenöl in geringer Hitze andünsten, bis sie glasig sind.

Etwas abkühlen lassen und dann Schmand, Salz, Kümmel und Eier zugeben und alles gut umrühren.

Während die Zwiebeln andünsten, den Teig vorbereiten.

Alle Zutaten gut verkneten und auf einem mit Olivenöl gefetteten Blech ausbreiten.

Die Zwiebelmasse zugeben und ca. 25-35 Minuten backen auf mittlerer Schiene backen bis die Oberfläche goldbraun erscheint.

 

Wer Kümmel nicht mag, kann auch gut mit Muskat und Pfeffer würzen.

 

Variante: Lauchtorte mit Lauchringen (Porree) statt Zwiebeln und geriebenem Käse drüber.
 

Dazu passt: Salat (z.B. Feldsalat mit Feta, Gurke, Paprika).

 

 

Grünkohl-Salat

Zutaten

Ca. 250 g Grünkohl, ggf. vom Strunk befreit, zerkleinert

und gut blanchiert (also kurz gegart, bis er frisch-grün ist)

1 TL Salz

50 g geröstete Sonnenblumenkerne

1 kleine rote Zwiebel, fein geschnitten

50 g Rosinen oder Cranberrys

1 gewürfelter Apfel

4 EL Olivenöl

2 EL Apfelessig

 

Alle Zutaten gut vermischen.

Salat kann lauwarm verzehrt werden.

SoLaWi-Rhein-Ahr als Fußgruppe beim Sinziger Karnevalsumzug

Karnevalistisch geht es her, wenn wir am Veilchendienstag im Sinziger Karnevalszug eine Fußgruppe stellen. Gemeinsam mit dem Wilhelmshof mischen wir uns als "Gemüse" und "Hühner" verkleidet unter die feierende Narrenschar. Eine ideale Gelegenheit um auf unseren Verein, unsere Anbaumethoden und die Hühnerhaltung des Wilhelmshofs aufmerksam zu machen und gleichzeitig viel Spaß zu haben. Mitmachen kann jeder, der Freude am karnevalistischen Treiben hat und sich mit der SoLaWi oder/und dem Wilhelmshof verbunden fühlt. Wir wollen als zusammenhängende Gruppe erkennbar sein und haben uns daher das Thema "Bauernhof" gegeben. Die Kostüme werden in Eigenregie gestaltet, Gestaltungstipps können jedoch gerne bei Lea Orth eingeholt werden. Ein kleiner Tipp ein schnelles Hühnerkostüm herzustellen: Man nehme eine Maleranzug, streicht ihn mit Tapetenkleister ein und öffnet ein Daunenkissen und befestigt die Federn am Kleiste - fertig ist das Hühnerkostüm! Bisher vertretene Kostümideen sind: Hühner, Küken, Gurke und Blumenwiese. Es wäre gut, wenn die weiteren Kostüme ebenfalls zum Thema "Gemüseanbau" oder "Hühner" passen würden. Ob ihr Wurfmaterial werfen möchtet oder einfach mit lauten Alaaf-Rufen gute Stimmung verbreitet - entscheidet ihr selbst. Falls ihr Kamelle werfen möchtet - kauft diese bitte eigenständig ein. 

Treffpunkt ist am Veilchendienstag, 25.02.2020 um 12:00 Uhr am Wilhelmshof. Hier stärken wir uns mit Berlinern und Krapfen bevor wir dann zu Fuß zur Zugaufstellung gehen. Zugbeginn ist um 14:11 Uhr. 

Wir freuen uns über jeden, der unsere Fußgruppe unterstützt und mit dabei ist, wenn die SoLaWi-Rhein-Ahr zum erstem Mal im Karneval mit dabei ist! Weitere Informationen und Anmeldung bei Lea Orth, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 015774089580