Mit gesundem Gemüse, Obst und Eiern glimpflich durch das Corona-Jahr - Info-Veranstaltung verschoben

Mit gesundem Gemüse, Obst und Eiern glimpflich durch das Corona-Jahr - Info-Veranstaltung verschoben

- Pressemitteiliung an die Lokalpresse im Kreis Ahrweiler Anfang November 2020

Der Verein „Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Rhein-Ahr“ ist bisher gut durch das Ausnahmejahr gekommen. Das Kerngeschäft der seit 2017 fest kooperierenden Erzeuger – Andreas Nuppeney mit dem „Wehrer Kesselgemüse“ und Familie Orth mit den Eiern von freilaufenden Hühnern vom Wilhelmshof in Sinzig – lief wie gewohnt. Im Zuge der Bieterrunde, die im Januar noch vor dem Lockdown stattgefunden hatte, waren alle verfügbaren Gemüse- und Eier-Anteile für ein Jahr vergeben worden.

Anstelle der „Helfer-Tage“, an denen sich in anderen Jahren samstags regelmäßig mehrere Aktive auf dem Acker in Wehr verabredet hatten, kamen in diesem Jahr bewusst Einzelpersonen oder einzelne Familien zu verschiedenen Zeiten in Wehr vorbei, um bei der Unkrautregulierung oder der Ernte mitzuhelfen. Die Bereitschaft für diese freiwillige Mithilfe war im Frühjahr 2020 etwas größer als sonst, und auch Aushilfskräfte auf Minijob-Basis konnten leichter gefunden werden.

Die Geselligkeit war insgesamt das, was in der SoLaWi Rhein-Ahr dieses Jahr aufgrund der Pandemie leider zu kurz kam: Auf Erntedank- oder Grillfest wurde ebenso verzichtet wie auf Kräuterwanderung und Einkochabend. Lediglich zu einem Picknick auf großen Abstand traf man sich im Juni bei bestem Wetter im Sinziger Schlosspark.

Das Jahr wurde vom Verein genutzt, um alte Kooperationen wieder aufleben zu lassen und neue auszuprobieren. So konnten im Oktober 2020 mehrere Apfel-Tage auf privaten Streuobstwiesen in Sinzig-Franken und Remagen organisiert werde, die von den SoLaWistas begeistert angenommen wurden. Man konnte Äpfel, Birnen und Quitten für die Lagerung pflücken, Saft selbst pressen oder fertigen Saft erstehen. Ferner wurde mit einer Rinderhalterin im Brohltal und einer Bio-Winzerin in Ahrweiler erste Möglichkeiten für eine Kooperation geprüft.
Da zurzeit ohnehin alle Gemüse- und Eier-Anteile vergeben sind, und natürlich um jegliches Risiko einer Ansteckung zu minimieren, haben Verein und Erzeuger gemeinsam beschlossen, die für den 7.11.20 im Haus St. Peter in Sinzig geplante Informationsveranstaltung für Neue ins kommende Jahr zu verschieben.

Wer Interesse an einem Eier-Anteil oder einem kleinen oder großen Gemüse-Anteil (beides ab März 2021) hat, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Mehr Infos unter www.solawi-rhein-ahr.de.

Jobbörse für Ehrenamtliche / Freiwillige

Die solidarische Landwirtschaft lebt vom Mitmachen!
Wenn ihr euch in der SoLaWi Rhein-Ahr engagieren wollt, gibt es verschiedenste kleinere und größere Aufgaben.
Sucht euch etwas aus, je nachdem, was ihr gut könnt, was eurer Neigung entspricht und wie viel Zeit ihr zur Verfügung habt:

Wunschgemüse reift im zweiten Jahr

Bohnen, Artischocken, Mairüben und Süßkartoffeln sind erntereif

Besonderheit "Ahrtaler Köksje"

Aus dem "Alte Sorten"-Pilotprojekt" des SoLaWi Rhein-Ahr e.V. ist dieses Jahr das "Wunschgemüse"-Projekt erwachsen: Eine Gruppe von Aktiven aus dem Verein baut auf dem Pacht-Acker der Familie Beu in Wehr gegenüber der Römerhalle selbst alte, samenfeste Gemüsesorten an, z. B. Buschbohnen (siehe Foto), Süßkartoffeln, Mairübe / Herbstrübe (siehe Foto, in Demeter-Qualität) und Möhren. Als Besonderheit hat die Gruppe eine Bohne namens Ahrtal-Köksje angepflanzt (siehe Foto). Diese regionale Trockenbohne, die 2013 von SlowFood zum "Arche-Passagier" ernannt wurde (www.slowfood.de), war durch die Ahr-Flut bedroht, da viele Kulturen weggeschwemmt worden waren. Über Kontakte von Andreas Nuppeney, mit dem die SoLaWi Rhein-Ahr seit 2017 kooperiert und der sein "solidarisches Gemüse" gleich nebenan anbaut, erhielt die "Wunschgemüse"-Gruppe Saatgut.

Nachdem im Januar das Saat- und Pflanzgut bestellt worden war, gab es Anfang März ein erstes Planungstreffen. Gemeinsam wurden hernach die Beete vorbereitet; um jedes kümmert sich eine Patin / ein Pate. Das Ehepaar Beu sorgt dafür, dass die Kulturen auch in trockenen Phasen immer genug Wasser haben.

Es wurde vereinbart, sich regelmäßig am frühen Abend auf dem Acker zu treffen, da die Arbeit - meistens die leidige Beikraut-Regulierung - gemeinsam einfach leichter von der Hand geht (siehe https://www.solawi-rhein-ahr.de/veranstaltungen, zurzeit jede zweite Woche mittwochs um 17 Uhr. Hacke und Handschuhe sind dabei immer nützlich. Da ein Teil der Fläche mit "Blumen zum selbst Pflücken" eingesät ist, kann hier auch gleich ein Strauß für Zuhause mitgenommen werden.

Auch einen Stammtisch gibt es, und eine WhatsApp-Gruppe, in der man sich regelmäßig austauscht - nicht nur über den Fortschritt beim Wunschgemüse und besondere tierische Besucher wie die Raupe des Schwalbenschwanzes auf Möhrenkraut (siehe Foto). Auch Pflanzen und Stauden aus dem Garten werden schonmal verschenkt und vermittelt. Und natürlich werden Bilder von Blütenpracht, reicher Ernte und kniffligen Fragen aus dem eigenen Garten und Anbautipps ausgetauscht: z. B. dass man Ingwer einfach in Erde auf der Fensterbank ziehen kann - im Vorfrühling rein in die Erde, im Herbst ernten! Oder: dass man Ableger von Süßkartoffeln in Wasser ziehen kann, wie man Avocado aus einem Kern zum Wachsen bringen kann usw.


Ansprechpartnerin ist Alwine Beu (Wehr), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Interessent:innen sind willkommen und können sich gerne fürs nächste Jahr vormerken lassen - und dann auch eigene Ideen für ihr "Wunschgemüse" mit einbringen.

 

Vielfalt im Feld und jetzt auch virtuell: Solidarische Landwirtschaft Rhein-Ahr

Zeigen, wie ökologische, klimagerechte und soziale Landbewirtschaftung in kleinbäuerlichen Betrieben funktionieren kann und wie die Natur davon profitiert: Dieses Ziel hat sich der Verein Solidarische Landwirtschaft (kurz: SoLaWi) Rhein-Ahr e.V. auf die Fahnen geschrieben.

Tausend Tomaten- und Paprikapflänzchen können jetzt wachsen

An einem Samstag Mitte Mai war es soweit: Über 1000 Tomaten- und Paprikapflänzchen warteten darauf, in die vorbereitete Erde auf dem Acker bei Birresdorf eingesetzt zu werden. Dank der 9 großen und kleinen solidarischen Helfer*innen, die der Familie Schmitz vom Grafschafter Hofgarten zur Hand gingen, konnte diese Aufgabe im Laufe des Vormittags erfolgreich erledigt werden. Die einen setzten die gewässerten Pflanzen in Kuhlen und häuften ausreichend Erde drumherum. Die anderen sorgten dafür, dass die Rankgerüste vervollständigt wurden. Am Rande der Aktion blieb genug Zeit für ein erstes Kennenlernen der Solawistas untereinander. Die Vorfreude auf die ersten erntereifen Produkte im Juni ist bereits groß.

Mehr Infos: www.grafschafter-hofgarten.de

 

 

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